ich antworte mal auf deine Frage, die anderen Techniker wollten nicht, aber ich lenke mich vom lernen hab
Nehmen wir folgendes Szenario bei dir Zuhause an:
Du hast einen Router mit PC und der Router hängt am DSL-Splitter.
Nun hast du am PC zwei IPv4 Adressen:
die interne IP-Adresse (vermutlich irgendwas aus dem Bereich 192.168.0.0–192.168.255.255 - Dieser Bereich wurde einmal als Klasse C Netz zusammen gefasst. - wobei z.B. 192.168.0.1 die IP-Adresse deines Routers sein könnte)(diese kannst du auch jederzeit selbst ändern, indem du von DHCP auf statische Zuweisung umstellst)
dann hast du eine öffentliche IP-Adresse die du siehst, wenn du z.B. im Browser auf
http://www.wieistmeineip.de gehts.Hier sei noch erwähnt, dass dein PC nicht direkt im Internet steht, sondern der Router als eine Art "Vermittler" fungiert. Ich weiß nicht ob du schon mal irgend einen Dienst (FTP Server, Spiel, ggf ICQ Filetransfer) auf deinem PC gehosted hast und du im Router Ports forwaden (weiterleiten) musstest. Das ganze nennt sich
Network Address Translation (jaja ich weiß fachchinesisch aber es geht nun mal nicht ohne Fachbegriffe...)
Falls du noch weiter liest dann weiter:
Dein Internetservice Provider (z.B. Telekom, Vodaphone, Kabel BW ...) bei der
RIPE (eine Non Profit Organisation, die die IP-Adressvergabe regelt) bestimmte IP-Adressbereiche ein.
Mal am Beispiel der Telekom:
Zitat:
inetnum: 84.136.0.0 - 84.191.255.255
netname: DTAG-DIAL20
descr: Deutsche Telekom AG
country: DE
admin-c: DTIP
tech-c: DTST
status: ASSIGNED PA
|
alles...
Diese Information bedeutet nichts anderes als dass die Telekom öffentliche IP-Adressen aus dem Bereich 84.136.0.0 - 84.191.255.255 nutzen kann. (das ist nur einer von vielen Adressbereichen)
Wenn du nun aber deinen Router neu startest, bekommst du trotzdem nur eine IP-Adresse aus dem Bereich zugeweisen. Deine vorher genutzte IP-Adresse kommt wieder in den Adresspool und wird 24h später wieder einem anderen Nutzer zugewiesen. (es gibt auch Internetprovider bei denen man fast immer die gleiche IP-Adresse besitzt).
Mittlerweile gibt es ja immer mehr Internetfähige Geräte. Seien es Smartphones, Handys, Laptops mit UMTS Modulen ---> es sind immer mehr Nutzer gleichzeitig online.
Wenn man nun nicht auf IPv6 umstellen würde, könnte es z.B. passieren, dass du online kommst und dir dein Provider keine IP-Adresse mehr zuweisen kann, weil zu viele andere Nutzer online sind.
IPv6 bietet im großen und ganzen folgende Vorteile:
- Vergrößerung des Adressraums von 232 (≈ 4,3 Milliarden = 4,3·109) bei IPv4 auf 2128 (≈ 340 Sextillionen = 3,4·103
Adressen bei IPv6, d. h. Vergrößerung um den Faktor 296 (d.h. selbst dene Kaffeemaschine kann eine IP-Adresse bekommen)
- Vereinfachung und Verbesserung des Protokollrahmens (Kopfdaten); dies ist insbesondere wichtig für Router.
- zustandslose automatische Konfiguration von IPv6-Adressen; zustandsbehaftete Verfahren wie DHCP werden beim Einsatz von IPv6 damit in vielen Anwendungsfällen überflüssig
- Mobile IP sowie Vereinfachung von Umnummerierung und Multihoming
Implementierung von IPsec innerhalb des IPv6-Standards.[3] Dadurch wird die
- Verschlüsselung und die Überprüfung der Authentizität von IP-Paketen ermöglicht. Für IPv4 ist die Unterstützung von IPsec nur optional.
- Unterstützung von Netztechniken wie Quality of Service und Multicast
Zitat:
Zitat von Inferno
Ist mir doch scheißegal. schließlich bezahl ich geld für den service "internet"
sollte ich net mehr vernünftig ins netz kommen zahl ich nix mehr.
Da sollten die provider sich mal was überlegen.
|
Genau da ist das Problem: viele Provider haben was das angeht noch sehr wenig investiert (oder gar nichts investiert...)
und natürlich bringt das ganze nichts, wenn man seine Dienste nicht auch für IPv6 verfügbar macht.
So ich hoffe, dass war verständlich (und nicht zuverwirrend), wenn nicht nachfragen (und ich hab nix vergessen)
_moep_